Fooz: Über die Entwicklung unserer Eigenmarke mit Klara Borlova
Zehn Jahre lang haben wir die besten Marken von Barfußschuhen für unseren Online-Shop ausgewählt, bis wir beschlossen haben, unsere eigene Kollektion zu entwickeln. Eine Marke, die unsere Erfahrung, die Wünsche unserer KundInnen und einen besseren Preis vereint. Im Gespräch mit unserer Gründerin, Klara Borlova, stellen wir euch unserer neue Marke - Fooz vor.
Erste Modelle von Fooz entdecken

Klara, woher kam die Idee für eine eigene Marke? Und warum gerade jetzt?
Die Idee einer eigenen Marke hatte ich schon kurz nach dem Start meines Unternehmens. Es hat mich jedes Mal geärgert, wenn Schuhe ankamen, die einfach nicht großartig waren. Oft dachte ich: Schade, dass... sie eine andere Form haben könnten, eine andere Farbe, ein Detail fehlte oder war zu viel. Doch ich hatte keine Chance, das zu ändern. Erst mit Wachstum unserer Forma und unserer Erfahrung konnten wir bei manchen Herstellern ein Stück weit mitreden. Die Möglichkeit, ein Produkt aktiv mitzugestalten und unsere Erfahrung dabei zu nutzen, ergab für mich enorm viel Sinn. Ich hatte immer eine klare Vision davon, wie der ideale Barfußschuh aussehen sollte. Und auf dieses Ziel habe ich hingearbeitet.
Der perfekte Zeitpunkt wäre vermutlich deutlich früher gewesen, aber es handelt sich um eine große finanzielle Investition. Wer Schuhe komplett nach eigenen Vorstellungen produzieren möchte, muss bestimmte Mindestmengen abnehmen. In der Vergangenheit haben wir in Zusammenarbeit mit Herstellern ein paar limitierte Editionen umgesetzt, waren dabei jedoch an deren Vorgaben gebunden. Jetzt haben wir mit unserer Eigenmarke deutlich mehr Freiheit, allerdings musste das Unternehmen erst finanziell in diese Rolle hineingewachsen.
Doch gerade Fooz? Warum dieser Name?
Wir wollten einen Namen, der einen leichten Bezug zu unserer Marke Footic hat, unter der wir international auftreten. Fooz klang cool, modern und spielerisch, man erkennt darin „foot“ und es reimt sich subtil auf „shoes“. Der Namen ist unserer Meinung nach leicht auszusprechen, angenehm im Klang und für verschiedene Sprachen verständlich. Ein weiterer wichtige Punkt war die Verfügbarkeit der Domain und Socila Medias.
Welche Lücken im Markt füllt Fooz? Welche Schuhmodelle gibt es?
Unser Hauptziel war es, einen großartigen Schuh für Kinder zu schaffen, der gleichzeitig erschwinglich ist. Wir wollten keinen ultra-teuren Schuh entwickeln, sondern solide Basic Modelle auf den Markt bringen: preisfreundlich, gut durchdacht und schön. Denn genau dieses Verhältnis von Leistung zu Preis fehlt oft auf dem Markt.
Langfristig wollen wir alle Grundtypen abdecken - ganzjährige Halbschuhe, Canvas Sneakers, Hausschuhe, Lauflernschuhe, Herbst- und Wintermodelle. Und je nachdem, wie sich das Basisangebot entwickelt, werden wir nach und nach weitere Lücken schließen.

Wie lange dauerte die Entwicklung? Wie lief das Testen ab? Was war in diesem Prozess am schwierigsten?
Die konkreten Schritte haben wir vor etwa 2 Jahren begonnen. Am schwierigsten war, dass man eine Vorstellung hat, diese aber in die Realität umzusetzen nicht so einfach ist. Schuhe sehen nie exakt so aus, wie auf der Skizze. Schon ein anderes Material kann viel verändern. Außerdem wird ein Schuh währen ein Schuh während der Testphase von relativ wenigen Personen getragen, verglichen mit der späteren Nutzung. Wie tragen also bewusst unsere Haut zu Markte, aber wir haben stets die bestmögliche Qualität ausgewählt. Materialien und Komponente wurden unabhängig durch REACH-Tests geprüft. Wir haben wirklich alles getan, um mit einem hochwertigen Produkt auf den Markt zu kommen.
Welche speziellen Details stecken in Fooz?
Das Herzstück des Schuhs ist die einzigartige Fooz SenseGrip-Laufsohle, die wir wirklich lange optimiert haben. Wir haben jeden Millimeter abgestimmt. Es war ein mehrmonatiger Prozess. Sie ist für durchschnittliche Fußform geeignet, bietet idealen Platz in der Zehenbox und eine angemessene Verengung im Fersenbereich. Sinnvoll platzierte Anti-Rutsch-Noppen und feine Rillen sorgen für Stabilität und sicheren Halt. Das Ergebnis ist eine Laufsohle, die flexibel genug für natürliche Bewegungen ist, zugleich aber robust für den täglichen Kinderaltag, Sicherheit inklusive. Und alls diese Eigenschaften haben wir in ein attraktives, zweifarbiges Design gepackt.
Welche Anforderungen gab es an das Design der Schuhe?
Wir wollten elegante, moderne und minimalistische Schuhe schaffen. Gleichzeitig haben wir funktionale Design optimiert - die Enden der Klettverschlüsse, bedruckte Fersenschlaufen, reflektierende Elemente, glänzende Akzente oder Schutzschicht. Es war uns wichtig, uns in nichts einschränken zu lassen. Bei zwei möglichen Qualitäten haben wir immer die bessere gewählt. Niemals die günstige Variante. Wie lieben es, Details zu entwickeln, die sowohl für Jungs als auch für Mädchen nützliche Funktionen bieten und gleichzeitig die Schuhe elegant vom Rest abheben.

Wo passt Fooz in die langfristige Vision von Little Shoes (Footic)? Ist sie eine Konkurrenz zum bestehenden Sortiment?
Teilweise könnte es eine Konkurrenz sein, aber wir wollen kein Monobrand werden und andere Marken nicht in den Hintergrund drängen. Fooz sehen wir als ein Puzzleteil, mit dem wir unser Sortiment erweitern. In naher Zukunft werden wir uns auf die Grundmodelle und -farben konzentrieren, daher sehen wir darin kein Problem. Ob sich in ein paar Jahren etwas ändert, wird sich zeigen. Hoffentlich wird Fooz so erfolgreich, dass wir die Marke weiter ausbauen können.
Wie liegen Foot preislich im Vergleich zu anderen Marken?
Ich würde sagen: sehr gut. Für die jeweilige Schuhart gehören die Fooz Modelle zu den günstigsten Varianten in unserem Sortiment. Ohne Abstriche bei Qualität, Design oder Funktionalität können wir Preise anbieten, die 20-40 % unter denen Konkurrenz liegen. Die Preisattraktivität von Barfußschuhen ist ein zentraler Punkt, um unsere Vision #barfussfüralle zu verwirklichen.
Zusammengefasst - welche Schuhe sind Fooz geworden?
Es ist uns gelungen, moderne, vielseitige Sneakers für Kinder zu entwickeln, die in jeden Schuhschrank gehören. Sie sehen gut aus und erfüllen voll und ganz ihre Funktion. Die Schuhe sind gut geschnitten (passen durchschnittlichen Füßen), leicht verstärkt im Fersenbereich (für stabilen Halt), und die genähte Laufsohle sorgt für extra Beständigkeit. Und das alles zu einem tollen Preis.

Wie war das Gefühl, die Schuhe zum ersten Mal in der Hand zu halten?
Als sie ankamen, habe ich mich riesig gefreut, dass es uns gelungen hat. Wir haben die Schuhe seit Dezember und einige Paare sind schon im Umlauf. Die ersten Rückmeldungen, auch nach Belastungstest, sind durchweg positiv. Natürlich sehen wir schon kleine Details, die wir bei nächsten Modellen anders machen werden, aber das gehört zum Entwicklungsprozess neuer Produkte dazu. Für den ersten Schritt bewerte ich es auf jeden Fall als Erfolg.
Welche Gefühle bringt die Einführung der neuen Marke für dich persönlich mit sich?
Ich bin stolz, dass wir den Schritt gewagt haben. Es ist ein großes Risiko und bedeutet, unsere Komfortzone zu verlassen. Aber es macht mir Freude. Es macht mir Sinn, etwas zu nutzen, in dem ich in den letzten Jahren Expertise aufgebaut habe. Damit meine ich nicht, dass ich Schuhe selbst herstellen könnte, aber ich weiß, wie das Ergebnis aussehen soll. Außerdem erweitert mir das Eintauchen in verschiedene Produktionstechnologien und Materialien meinen Horizon noch zusätzlich.
Nur in unserem Online-Shop und in unseren Filialen erhältlich.
